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ADRESSE Atelier Timothy Speed ℅ Osteroth Lindenstrasse 113 10969 Berlin
Roman: Stieren des Weltdesigners von Timothy Speed

DIE NEUE ARBEITERIN

Entwicklungsprozesse  in Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur

BÜCHER

ESSAY, ROMAN, NEUE KONZEPTE

NEUE PROJEKTE

art project 2015-2016
mit der Gesellschaft und den Unternehmen und stellt sich den sensiblen Wahrnehmungen, dem persönlichen Schmerz. Dabei entstehen neue Lebensräume aus subjektiver Kommunikation in Welten kommerzieller Gleichschaltung. Für ihn ist dies die Grundlage innovativer Wertschöpfung, Authentizität und Menschlichkeit. Somit wird durch die eigene Sperrigkeit mehr Entwicklungspotenzial in der Wirtschaft vorgelebt und dient so als Grundlage neuer Märkte. Speed forderte den Konzern heraus, sich durch den Menschen hindurch komplexeren und freieren Ordnungen, Weltbildern, Möglichkeiten zu stellen. Um seine Arbeit an Red Bull zu vertiefen, auf der Suche nach einer neuen Haltung zur Wirtschaft, zog er für drei Jahre in ein Zelt und schrieb den Roman »Stieren des Weltdesigners», in dem eine Gruppe von Individualisten in einem Bus zu Red Bull fahren, um selbst zur Krise zu werden. Damit sie wieder selbstbestimmt ihr Leben gestalten können, sich durch sie hindurch eine komplexere, vielfältigere Ordnung ausdrücken kann, in der auch Probleme sichtbar und Beziehungen gestaltbar werden. Sie eben nicht in Kommerzwelten ihre Integrität verlieren und von einer vermeintlichen Krise vor sich her getrieben werden. Timothy Speed entspricht in seiner Arbeit nicht traditionellen Vorstellungen von Literatur. Er bricht aus den klassischen Grenzen der Kunst aus, macht sich angreifbar, um den Blick für das Neue und Unmittelbare zu schärfen. Da Speed mit seiner eigenen Existenz versuchte, eine neue ArbeiterIn vorzuleben, die sich der Simplifizierung und Effizienzsteigerung verweigert, um die Zerstörung der Vielfalt zu stoppen, war es nur logisch, dass er dabei, in einer auf Effizienz ausgerichteten Wirtschaft pleite ging und somit auch für den Staat zu positivem Sand im Getriebe wurde. Vom Arbeitsamt schikaniert und völlig verarmt, schrieb er den Essay »Stärke in der Armut«, in dem er die zweifelhaften Hartz IV Gesetze im Namen der Kunstfreiheit aushebelte und seinen fehlenden Gehorsam zu einem Wirtschaftsförderungsprogramm erklärte. Damit brachte er die amtierende  Ministerin Andrea Nahles in Bedrängnis und gab den Armen eine Wirtschaftskompetenz zurück, die ihnen strukturell in der Armut genommen wird. Durch die Arbeit von Timothy Speed wird ein veränderter Verantwortungsbegriff definiert. Das Individuum steht nicht mehr nur in Verantwortung gegenüber den unmittelbaren Pflichten des Alltags, sondern muss auch die Welt, das Innen und das Außen, das Persönliche und das Allgemeingültige integrieren und in ein dynamisches Gleichgewicht bringen. Verantwortung wird somit erst über die Aufforderung zur unmittelbaren Beziehungsarbeit konkret, was Formen von »Scheinverantwortung«, wie der Gehorsam gegenüber unreflektierten Regeln oder Autoritäten aushebelt. Speed lebt vor, wie radikal das in der Praxis ist. Sowohl Institutionen, Unternehmen, aber auch der Staat wird bei der authentischen Verantwortung gepackt. Das Individuum kann die Struktur im Sinne von Menschlichkeit und Innovationsfähigkeit aufbrechen. In dem Versuch Verantwortung zu übernehmen, geriet Speed darum ständig in Konflikt mit Institutionen und Systemen. Im September 2014 wurde der Roman »Stieren des Weltdesigners« vom Markt genommen. Der Verlag fürchtete die Klage eines Konzerns. Der Autor sollte sich dem Diktat der Wirtschaft fügen. Während dieser Tage der Zensur schrieb Speed den Essay »Intima«, indem er sich mit den unbewussten Kräften des Marktes und der Verweigerung von Beziehung befasste. Er versuchte über seine Theorie der Sphären eine Sprache zu entwickeln, die ausdrückt weshalb Menschen in Zeiten großer Veränderungsnotwendigkeit, angesichts der ökologischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen Krisen, in Schwäche und Passivität erstarren und dabei jede Irritation, alles Neue und Fremde meiden, somit durch ihre Anpassung an den Markt Entwicklung blockieren. Damit zeigte er einen zentralen Betriebsfehler des Kapitalismus auf, der die Lähmung der kreativen Kräfte einer Kultur bewirkt, sowie Realitäts- kompetenz reduziert, der Kapitalismus darum am Ende immer zur schwachen Planwirtschaft der großen Strukturen führt und freie Eigeninitiative abbaut. Er entschlüsselt die durch Kapitalismus und Rationalismus entstehende Trägheit der Massen. Wie die im Markt verordnete, systematische Verhinderung des Authentischen, des freien Ausgleichs und der unmittelbaren, funktionslosen Begegnung zwischen Menschen. Was auch moralische Erosion bedeutet. Die Abspaltung vom unmittelbaren Geschehen, um Produkthaft zu bleiben, weil sich scheinbar nur davon der eigene Wert ableiten lässt. Er antwortet darauf mit einer neuen Physik des Individualismus, einem vom Bürgertum ausgehenden, neuen Gesellschaftsdesign, als Disziplin für jeden Menschen.  Die NGO »Dropping Knowledge« lud Speed 2006, gemeinsam mit bedeutenden Intellektuellen und Künstlern wie Wim Wenders, Hans-Peter Dürr, Jonathan Meese, Masuma Bibi Russel oder Bianca Jagger, an den größten runden Tisch der Welt ein, um die 100 bedeutendsten Fragen der Menschheit zu beantworten. Eine Zeit arbeitete er für die Organisation des amerikanischen Präsidentenberaters Don Edward Beck. Als Speaker spricht er vor Top-Managern, hält Workshops, begleitet Prozesse, provoziert und regt zum Nachdenken an.
 Was bedeutet wirtschafliche Sicherheit,  wenn Dir im Jahr 2014 ein frei lebender Wolf die Früchte Deiner Arbeit nehmen kann? Und wie großartig ist es gleichzeitig Ökonomie auf diese Weise erfahren zu dürfen? Gibt es dann noch etwas wie Verlust?  TIMOTHY SPEED - PROJEKT ALPACAS, ART & CAPITALISM >>
Stieren des Weltdesigners Eines Tages droht der arbeitslose Konsument Timothy Speed der  Firma Red Bull, vor ihrer Weltzentrale  in Fuschl einen Stier zu töten, um die Menschheit wach zu halten. Diese wahre  Begebenheit tritt eine Geschichte los, die aktueller und fantastischer nicht sein könnte. Speed wollte sich stellvertretend für das freie Individuum der Wirtschaft bemächtigen und zu einem neuen Arbeiter und Mitgestalter werden. In einem Europa der Vielfalt. Entstanden ist daraus ein Roman über Menschen, die sich den einfachen Lösungen verweigern und für das Leben entscheiden. Ein politisches und hoch brisantes Buch, über die stille Ahnung, dass etwas mit unserer Welt nicht stimmt. Über die Macht des Individuums, die Bedrohung durch neue Formen des Faschismus, die unausgesprochenen Kriege und eine ganz neue Form  der Kapitalismuskritik.
Organic Television von Timothy Speed
Inner Flow Management Was passiert wenn ein Künstler und ein Manager Management neu erfinden? Èin kreativer und ganzheitlicher Standpunkt, wie Wertschöpfung anders gehen kann. IFM ist eine revolutionäre Management- methode, in der Komplexität bewusst nicht reduziert wird, um das Management zu vereinfachen. Sondern es wird mit den ganzen Wechselwirkungen und Auswirkungen unternehmerischen Handelns gearbeitet. Ein Quantensprung in Sachen Nachhaltigkeit.
Organic Television In einem offenen Brief an eine der einflussreichsten Medien- persönlichkeiten des Planeten, erfindet Speed das Fernsehen neu. Er stellt die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung der MedienmacherInnen und zeigt einen revolutionär neuartigen Umgang mit der medialen Information.  Sein Buch wirft wichtige Fragen auf, in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen durch die Medien vertreten fühlen. Eine große Inspiration, für JournalistInnen, die mehr wollen. 
Inner Flow Management von Timothy Speed und Markus Maderner Gesellschaft ohne Vertrauen von Timothy Speed
Intima - Die wahren Kräfte des Marktes Die Vermeidung der authentischen Beziehung, des freien Ausgleichs und der unmittelbaren, zweckfreien  Begegnung zwischen Menschen, ist einer der Kernfehler des Kapitalismus. Speed analysiert in seinem neuen Buch die daraus resultierenden Probleme, wie den Verlust an Kreativität und Vielfalt in Wirtschaft und Kultur, wodurch Entwicklung behindert und Freiheit abgebaut wird. In seiner Theorie der Sphären entschlüsselt er das blinde Verhalten der Massen, der Konsumenten und ArbeiterInnen, deren Vorstellung von Wertschöpfung fatale Folgen hat.  
Intima - Die wahren Kräfte des Marktes von Timothy Speed Stärke in der Armut von Timothy Speed Stieren des Weltdesigners von Timothy Speed Essay: Stärke in der Armut von Timothy Speed Essay: Organic Television von Timothy Speed Home Presse Bio
working economy eine andere wirtschaft ist möglich EIN HÖRBUCH In “working economy” wird ein völlig neuartiges, alternatives Wirtschaftsmodell entwickelt. Wenn Wirtschaft den Menschen heute nicht mehr in der Breite ernähren kann, oder gar Antworten auf die großen Fragen dieser Zeit hat, muss der Mensch sich auf die Suche nach einem neuen System machen. Dabei ist die Frage zentral, wovon wir tatsächlich als Individuen, als Kultur leben.  Jetzt hören!  Teil 1 / Teil 2 / Teil 3  
Stärke in der Armut Ein neues Buch stärkt die Position der Armen und dreht den Spieß um. In diesem Essay wird eindringlich, provokant aufgezeigt, wie Armut in Volkswirtschaft, Politik und Kultur missverstanden und Entwicklungspotenzial in der Gesellschaft dadurch verhindert wird. Armut ist selten auf diese Weise beschrieben worden, von einem der sie aus eigener Erfahrung kennt und sich zugleich seit Jahren mit Gesellschaftsentwicklung befasst. Speed gibt den Armen ihre Kompetenz zurück und fordert eine Wirtschaft, die sich mehr auf kreative Prozesse einlässt und aufhört die Armut zu dämonisieren.
Gesellschaft ohne Vertrauen Angenommen es gäbe eine innere Ordnung, die sich in jedem Individuum ausdrückt. Wäre es möglich darauf eine freiere Gesellschaft zu begründen und eine kraftvolle, sinnvolle und kreative Wirtschaft? Warum vertrauen wir nicht darauf? Speed erforscht in seinem Buch die Grundlagen kreativer und lebendiger Organismen, Gesellschaften und Unternehmen. Hardcover / Paperback
Timothy Speed, Schriftsteller, Publizist
Der 1973 geborene britisch-österreichische Künstler, Publizist und Schriftsteller Timothy Speed beschäftigt sich in seinen Essays, Performances, sozialen Projekten und literarischen Arbeiten mit der Rolle von selbst- bestimmten, unangepassten und kreativen Menschen in wirtschaftlichen und staatlichen Strukturen. In seiner Kapitalismuskritik werden die Grundlagen einer kreativeren und humaneren Gesellschaft erforscht. Er setzt sich mit Veränderungs- und Entwicklungsprozessen auseinander, löst diese mit ungewöhnlichen Ansätzen selbst aus, oder begleitet sie. Gerade in Zeiten, in denen Individ- ualismus von Angst verdrängt wird und ein übertriebenes Sicherheits- bedürfnis die kreativen Potenziale und notwendigen, krisenhaften Bewusst- werdungsprozesse verhindert, bekommt seine Arbeit hohe Relevanz und Bedeutung. Viele Jahre hat er die inneren Mechanismen von kreativen und freien Gesellschaftsordnungen untersucht und entwickelte 2003 in dem Buch »Gesellschaft ohne Vertrauen« eine eigene Theorie dazu, wie die Teilhabe vielfältiger, kritischer, unangepasster Menschen in einem System gefördert werden kann und weshalb dies für die Realitätskompetenz und Entwicklungsfähigkeit einer Gesellschaft entscheidend ist. Er zählt zu den Pionieren im Bereich der »systemkreativen« Gesellschaftsgestaltung und eines authentischen »Diversity-Managements«. In seinen Ansätzen wird die Gesellschaft nicht mehr aus von Eliten gesteuerten, halb bewussten, politischen Ritualen gestaltet, sondern in individuellen Prozessen ergründet und umfangreich diskutiert. Die Bedeutung kreativer und systemischer Intelligenz wird erlebbar. Dafür braucht es laut Speed IndividualistInnen und Menschen, die sich subjektiven und inneren Impulsen hingeben, welche die Strukturen auf der Werte-, Wissens- oder Identitätsebene, durch neue Perspektiven oder Irritation ausreichend destabilisieren, um Entwicklung und echte, demokratische Prozesse zu fördern. Darum spricht er von einem Recht auf Krise und fordert ein positives Verständnis von abweichendem Verhalten, um komplexere Ordnungen entstehen zu lassen. Wirtschaftswachstum tauscht er gegen Gestaltungskraft, weil die Frage, was Menschen individuell im Leben gestalten können, mehr über den realen Wohlstand in einer Gesellschaft aussagt und negative Erfahrungen nicht entwertet, sondern integriert. Bereits im Jahr 2000 analysierte er in »Verdammt Sexy« die Probleme für Wirtschaft und Gesellschaft, die aus zu viel Konformismus und Zwang zum Harmlosen und Glücklichen resultieren. Mit dem Medienforscher Neil Postman diskutierte er die Frage, mit welchem Recht die Medienmacher die Realität gestalteten. Schon hier zeigte sich seine Suche nach der authentischen Gestaltung einer Gesellschaft und nach neuen Strukturen, welche diese begünstigten. Später entwickelte er mit dem Managerberater Markus Maderner eine der ersten Managementmethoden, welche bewusst die Komplexität nicht reduziert, um das Management scheinbar zu erleichtern, sondern die Vielfalt sucht und integriert, also lernt, damit zu arbeiten. Dadurch kann näher an der Realität, näher am Menschen gestaltet werden und automatisierte Strukturen, die zu gigantischen Nebeneffekten, wie Umweltzerstörungen, Ignoranz oder sozialen Problemen führen, werden durch die in dem Buch »Inner Flow Management« entwickelten Haltungen von einer bewussteren Form der Unternehmensführung abelöst. Speed zeigt auch auf, wie erst durch das  Amateurhafte, Persönliche, Angreifbare und Subjektive echte Innovations- und Entwicklungsfähigkeit möglich wird, da die überprofessionalisierte Wirtschaft sich in ihrem Zwang zur Simplifizierung und zum normierten Verhalten selbst von der Quelle neuer und un- mittelbar realistischer Einsichten abschneidet. Für Bewegung notwendige Entwicklungsenergie geht in zu viel Ordnung verloren. Aus diesen Überlegungen heraus versuchte Speed 2010 selbstbeauftragt, als Künstler das Unternehmen Red Bull umzugestalten. Er drohte vor der Zentrale in Fuschl einen Stier zu töten, um einen subjektiven Prozess auszulösen, in dem die Beziehung zwischen Unternehmen und Mensch neu verhandelt werden sollte. Er wollte sehen was passiert, wenn ein Individuum sich mit allen Aspekten der eigenen Persönlichkeit in die Wirtschaft einbringt, diese komplizierter, komplexer, vielfältiger macht und sich zugleich im Dienst der Innovations- und Realitätskompetenz weigert, ein geschmeidiges, ein einordenbares Produkt zu werden. Weil er in der subjektiven Differenz, im Nicht- oder Missverstehen, im unangepassten Verhalten, die Chance der Erweiterung der Existenz und der Lebens- wirklichkeiten sieht. Zitat Speed: »Für eine Woche waren die Leute bei Red Bull gespalten. Sie wussten nicht, ob sie als Mensch oder als Funktion auf mein Handeln reagieren sollten. Ich hatte das Gefühl, dass der Mensch in ihnen mit mir den Stier töten wollte, während der Anwalt, der Milliardär, der Manager, der aus ihnen sprach, dies um jeden Preis verhindern musste. In dieser Woche gehörte das Unternehmen allein dem an der Welt zweifelnden Menschen. Der Gewissheit, dass jeder von uns einen Konzern bezwingen, gestalten und verändern kann.« In einer Welt, in der sich Firmen durch einseitige Kommunikation in der Werbung und hierarchischen Machtstrukturen dem Bewusstwerden jener Verstrickungen, jener verborgenen Zusammenhänge, jener Auswirkungen verweigern, an denen immer mehr Menschen leiden, kann Arbeit, Staat und Gesellschaft vom Persönlichen nicht mehr getrennt werden, ist alles mit allem in Beziehung. Hier lebt Speed eine Form radikaler Beziehungsfähigkeit
Kreative Systeme, Kapitalismuskritik, Mensch - Unternehmenskultur, Neuer Arbeitsbegriff, Armut - Innovation, Europa - Entwicklung, Zukunftsforschung, Gesellschaftsdesign Reden, Bücher, Konzepte Workshops, Aktionen
Essay: Intima von Timothy Speed
Neu ist das “working on” Projekt. Die Arbeit an einem neuen Arbeitsbegriff, der echte Wertschöpfungskompetenz und Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen miteinander verbindet, um Brücken zu bauen und neue Perspektiven aufzuzeigen. Die Verhältnisse zwischen Mensch, Wirtschaft und Gesellschaft werden neu verhandelt. Siehe Woran arbeitest Du? Was arbeitet in Dir? Wie kann man mit Arbeit den  Kapitalismus zu Fall bringen? Vielleicht mit der Haltung des “working on”.  Das Selbstverständnis der ArbeiterIn ist der Kern vieler Probleme auf  kultureller, materieller, gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Ebene. Die  Veränderung des Konsumverhaltens benötigt die Veränderung der ArbeiterIn. Denn  in der angepassten, gehorsamen Arbeiterin liegt die Wurzel des Kreislaufes, der  jene großen Marken unterstützt, die Vielfalt zerstören und Volkswirtschaft  schwächen. Gleichzeitig ist es im Sinne echten Unternehmertums und echter  Wirtschaftskompetenz wichtig, dass die ArbeiterIn zu einer eigenen Motivation  findet und sich umfassend, nicht in unbegrenzter Quantität, sondern in neuer  Qualität einbringt.   Diese Webseite ist ein Experimentier- und Entwicklungsfeld. Die darin  vorgestellten Theorien und Gedanken sind Angebote, die kontinuierlich erweitert  werden. Es ist eine Einladung, diese Ansätze weiter zu führen, zu hinterfragen,  selbst damit in Dialog zu treten. Ich bin Künstler, weshalb es mir wichtiger ist  Impulse zu geben, als Dogmen zu schaffen, die sich der Beweisführung stellen  müssen. Hier wird Ökonomie aus der Sicht der Kultur betrachtet, was heute eine  legitime, neue Perspektive ist, die den klassischen Ökonomiebegriff zu erweitern  versucht. Im Begriff des “working on” wird die Trennung zwischen Integrität des  Menschen und
Professionalität aufgehoben. Der Mensch in seiner ganzen  Mehrschichtigkeit explodiert in die Wirtschaft hinein, stellt Fragen, deckt auf,  erarbeitet neue Lösungen, bringt sich persönlich mit Gewissen, Individualismus  Kreativität ein. Dadurch wird die Struktur von Innen aufgebrochen und Wirtschaft  neu Begriffen. Als die Aufgabe Wohlstand auf ganzer Breite zu schafffen. Diese neue ArbeiterIn arbeitet nicht mehr “für” ein Unternehmen, sondern  “an” einem Unternehmen. Sie agiert situationsgerecht, konkret, realitisch wach  und verantwortungsvoll. Der Verantwortungsbegriff wird erweitert. Die neue  ArbeiterIn oder UnterehmerIn ist nicht nur für sich, für das Geschäft, für die  Funktion verantwortlich, sondern muss vielschichtigste Zusammenhänge und  Auswirkungen in ein Gleichgewicht bringen und somit echte Beziehungsarbeit  leisten. Das ist in der Praxis eine Revolution. Es bedeutet kein blinder Gehorsam  mehr. Nicht gegenüber dem Unternehmen und nicht gegenüber dem Jobcenter,  dem Staat, einer abstrakten Obrigkeit. Arbeit wird zur allumfassenden Existenz und  verschmilzt zu natürlichen Ordnungen. Dabei geht es nicht um Prekariat oder  Selbstausbeutung, sondern um Aufwertung und Erweiterung der Arbeit, als das  was den Menschen innerlich und äußerlich bewegt, in einem nachhaltigen und  ganzheitlichen Sinne. Die neue ArbeiterIn ist nicht flexibel, weil sie sich anpasst,  sondern sie ist flexibel, weil die Welt komplex ist und sie diese Komplexität  wahrnimmt und darauf auf vielen Ebenen reagiert, eben an der Welt selbst  arbeitet, von der sie ein Teil ist, wie auch die Anderen Menschen zu denen sie in  Beziehung steht.
“Hochinteressantes literarisches Projekt.” Büro des Österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer “Ein beeindruckendes Lebenswerk.” Programmchef Radio Fritz, Stefan Warbeck “Do is a Magie in der Arbeit” Der Schriftsteller H.C. Artmann 
“Timothy ist ein Provokateur. Und das ist gut so. Nur wenigen Leuten ist es gegeben, so klar und so direkt ins Zentrum von Problemen vorzudringen.” Erich Posselt / Markenberater “Ich danke Ihnen für Ihre klugen, interessanten Texte.” Jean Ziegler, UN Diplomat, Autor
“Endlich ein Autor der eine Meinung hat und mutig genug ist, diese auch auszudrücken.” Roman Pachernegg / Filmemacher  “Alles was Du tust ist richtig. Keiner weiss das besser als Du.” Rene Schweizer, Kabarettist.
NEUER ARBEITSBEGRIFF
DIE THEMEN
Timothy Speed at Kapitalismustribunal at Vienna
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ADRESSE Atelier Timothy Speed ℅ Osteroth Lindenstrasse 113 10969 Berlin
Der 1973 geborene britisch-österreichische Künstler, Publizist und Schriftsteller Timothy Speed beschäftigt sich in seinen Essays, Performances, sozialen Projekten und literarischen Arbeiten mit der Rolle von selbst- bestimmten, unangepassten und kreativen Menschen in wirtschaftlichen und staatlichen Strukturen. In seiner Kapitalismuskritik werden die Grundlagen einer kreativeren und humaneren Gesellschaft erforscht. Er setzt sich mit Veränderungs- und Entwicklungsprozessen auseinander, löst diese mit ungewöhnlichen Ansätzen selbst aus, oder begleitet sie. Gerade in Zeiten, in denen Individ-ualismus von Angst verdrängt wird und ein übertriebenes Sicherheits-bedürfnis die kreativen Potenziale und notwendigen, krisenhaften Bewusst- werdungsprozesse verhindert, bekommt seine Arbeit hohe Relevanz und Bedeutung. Viele Jahre hat er die inneren Mechanismen von kreativen und freien Gesellschaftsordnungen untersucht und entwickelte 2003 in dem Buch »Gesellschaft ohne Vertrauen« eine eigene Theorie dazu, wie die Teilhabe vielfältiger, kritischer, unangepasster Menschen in einem System gefördert werden kann und weshalb dies für die Realitätskompetenz und Entwicklungsfähigkeit einer Gesellschaft entscheidend ist. Er zählt zu den Pionieren im Bereich der »systemkreativen« Gesellschaftsgestaltung und eines authentischen »Diversity-Managements«. In seinen Ansätzen wird die Gesellschaft nicht mehr aus von Eliten gesteuerten, halb bewussten, politischen Ritualen gestaltet, sondern in individuellen Prozessen ergründet und umfangreich diskutiert. Die Bedeutung kreativer und systemischer Intelligenz wird erlebbar. Dafür braucht es laut Speed IndividualistInnen und Menschen, die sich subjektiven und inneren Impulsen hingeben, welche die Strukturen auf der Werte-, Wissens- oder Identitätsebene, durch neue Perspektiven oder Irritation ausreichend destabilisieren, um Entwicklung und echte, demokratische Prozesse zu fördern. Darum spricht er von einem Recht auf Krise und fordert ein positives Verständnis von abweichendem Verhalten, um komplexere Ordnungen entstehen zu lassen. Wirtschaftswachstum tauscht er gegen Gestaltungskraft, weil die Frage, was Menschen individuell im Leben gestalten können, mehr über den realen Wohlstand in einer Gesellschaft aussagt und negative Erfahrungen nicht entwertet, sondern integriert. Bereits im Jahr 2000 analysierte er in »Verdammt Sexy« die Probleme für Wirtschaft und Gesellschaft, die aus zu viel Konformismus und Zwang zum Harmlosen und Glücklichen resultieren. Mit dem Medienforscher Neil Postman diskutierte er die Frage, mit welchem Recht die Medienmacher die Realität gestalteten. Schon hier zeigte sich seine Suche nach der authentischen Gestaltung einer Gesellschaft und nach neuen Strukturen, welche diese begünstigten. Später entwickelte er mit dem Managerberater Markus Maderner eine der ersten Managementmethoden, welche bewusst die Komplexität nicht reduziert, um das Management scheinbar zu erleichtern, sondern die Vielfalt sucht und integriert, also lernt, damit zu arbeiten. Dadurch kann näher an der Realität, näher am Menschen gestaltet werden und automatisierte Strukturen, die zu gigantischen Nebeneffekten, wie Umweltzerstörungen, Ignoranz oder sozialen Problemen führen, werden durch die in dem Buch »Inner Flow Management« entwickelten Haltungen von einer bewussteren Form der Unternehmensführung abelöst. Speed zeigt auch auf, wie erst durch das  Amateurhafte, Persönliche, Angreifbare und Subjektive echte Innovations- und Entwicklungsfähigkeit möglich wird, da die überprofessionalisierte Wirtschaft sich in ihrem Zwang zur Simplifizierung und zum normierten Verhalten selbst von der Quelle neuer und un- mittelbar realistischer Einsichten abschneidet. Für Bewegung notwendige Entwicklungsenergie geht in zu viel Ordnung verloren. Aus diesen Überlegungen heraus versuchte Speed 2010 selbstbeauftragt, als Künstler das Unternehmen Red Bull umzugestalten. Er drohte vor der Zentrale in Fuschl einen Stier zu töten, um einen subjektiven Prozess auszulösen, in dem die Beziehung zwischen Unternehmen und Mensch neu verhandelt werden sollte. Er wollte sehen was passiert, wenn ein Individuum sich mit allen Aspekten der eigenen Persönlichkeit in die Wirtschaft einbringt, diese komplizierter, komplexer, vielfältiger macht und sich zugleich im Dienst der Innovations- und Realitätskompetenz weigert, ein geschmeidiges, ein einordenbares Produkt zu werden. Weil er in der subjektiven Differenz, im Nicht- oder Missverstehen, im unangepassten Verhalten, die Chance der Erweiterung der Existenz und der Lebens-wirklichkeiten sieht. Zitat Speed: »Für eine Woche waren die Leute bei Red Bull gespalten. Sie wussten nicht, ob sie als Mensch oder als Funktion auf mein Handeln reagieren sollten. Ich hatte das Gefühl, dass der Mensch in ihnen mit mir den Stier töten wollte, während der Anwalt, der Milliardär, der Manager, der aus ihnen sprach, dies um jeden Preis verhindern musste. In dieser Woche gehörte das Unternehmen allein dem an der Welt zweifelnden Menschen. Der Gewissheit, dass jeder von uns einen Konzern bezwingen, gestalten und verändern kann.« In einer Welt, in der sich Firmen durch einseitige Kommunikation in der Werbung und hierarchischen Machtstrukturen dem Bewusstwerden jener Verstrickungen, jener verborgenen Zusammenhänge, jener Auswirkungen verweigern, an denen immer mehr Menschen leiden, kann Arbeit, Staat und Gesellschaft vom Persönlichen nicht mehr getrennt werden, ist alles mit allem in Beziehung. Hier lebt Speed eine Form radikaler Beziehungsfähigkeit
mit der Gesellschaft und den Unternehmen und stellt sich den sensiblen Wahrnehmungen, dem persönlichen Schmerz. Dabei entstehen neue Lebensräume aus subjektiver Kommunikation in Welten kommerzieller Gleichschaltung. Für ihn ist dies die Grundlage innovativer Wertschöpfung, Authentizität und Menschlichkeit. Somit wird durch die eigene Sperrigkeit mehr Entwicklungspotenzial in der Wirtschaft vorgelebt und dient so als Grundlage neuer Märkte. Speed forderte den Konzern heraus, sich durch den Menschen hindurch komplexeren und freieren Ordnungen, Weltbildern, Möglichkeiten zu stellen. Um seine Arbeit an Red Bull zu vertiefen, auf der Suche nach einer neuen Haltung zur Wirtschaft, zog er für drei Jahre in ein Zelt und schrieb den Roman »Stieren des Weltdesigners», in dem eine Gruppe von Individualisten in einem Bus zu Red Bull fahren, um selbst zur Krise zu werden. Damit sie wieder selbstbestimmt ihr Leben gestalten können, sich durch sie hindurch eine komplexere, vielfältigere Ordnung ausdrücken kann, in der auch Probleme sichtbar und Beziehungen gestaltbar werden. Sie eben nicht in Kommerzwelten ihre Integrität verlieren und von einer vermeintlichen Krise vor sich her getrieben werden. Timothy Speed entspricht in seiner Arbeit nicht traditionellen Vorstellungen von Literatur. Er bricht aus den klassischen Grenzen der Kunst aus, macht sich angreifbar, um den Blick für das Neue und Unmittelbare zu schärfen. Da Speed mit seiner eigenen Existenz versuchte, eine neue ArbeiterIn vorzuleben, die sich der Simplifizierung und Effizienzsteigerung verweigert, um die Zerstörung der Vielfalt zu stoppen, war es nur logisch, dass er dabei, in einer auf Effizienz ausgerichteten Wirtschaft pleite ging und somit auch für den Staat zu positivem Sand im Getriebe wurde. Vom Arbeitsamt schikaniert und völlig verarmt, schrieb er den Essay »Stärke in der Armut«, in dem er die zweifelhaften Hartz IV Gesetze im Namen der Kunstfreiheit aushebelte und seinen fehlenden Gehorsam zu einem Wirtschaftsförderungsprogramm erklärte. Damit brachte er die amtierende  Ministerin Andrea Nahles in Bedrängnis und gab den Armen eine Wirtschaftskompetenz zurück, die ihnen strukturell in der Armut genommen wird. Durch die Arbeit von Timothy Speed wird ein veränderter Verantwortungsbegriff definiert. Das Individuum steht nicht mehr nur in Verantwortung gegenüber den unmittelbaren Pflichten des Alltags, sondern muss auch die Welt, das Innen und das Außen, das Persönliche und das Allgemeingültige integrieren und in ein dynamisches Gleichgewicht bringen. Verantwortung wird somit erst über die Aufforderung zur unmittelbaren Beziehungsarbeit konkret, was Formen von »Scheinverantwortung«, wie der Gehorsam gegenüber unreflektierten Regeln oder Autoritäten aushebelt. Speed lebt vor, wie radikal das in der Praxis ist. Sowohl Institutionen, Unternehmen, aber auch der Staat wird bei der authentischen Verantwortung gepackt. Das Individuum kann die Struktur im Sinne von Menschlichkeit und Innovationsfähigkeit aufbrechen. In dem Versuch Verantwortung zu übernehmen, geriet Speed darum ständig in Konflikt mit Institutionen und Systemen. Im September 2014 wurde der Roman »Stieren des Weltdesigners« vom Markt genommen. Der Verlag fürchtete die Klage eines Konzerns. Der Autor sollte sich dem Diktat der Wirtschaft fügen. Während dieser Tage der Zensur schrieb Speed den Essay »Intima«, indem er sich mit den unbewussten Kräften des Marktes und der Verweigerung von Beziehung befasste. Er versuchte über seine Theorie der Sphären eine Sprache zu entwickeln, die ausdrückt weshalb Menschen in Zeiten großer Veränderungsnotwendigkeit, angesichts der ökologischen, kulturellen, sozialen, wirtschaftlichen Krisen, in Schwäche und Passivität erstarren und dabei jede Irritation, alles Neue und Fremde meiden, somit durch ihre Anpassung an den Markt Entwicklung blockieren. Damit zeigte er einen zentralen Betriebsfehler des Kapitalismus auf, der die Lähmung der kreativen Kräfte einer Kultur bewirkt, sowie Realitäts-kompetenz reduziert, der Kapitalismus darum am Ende immer zur schwachen Planwirtschaft der großen Strukturen führt und freie Eigeninitiative abbaut. Er entschlüsselt die durch Kapitalismus und Rationalismus entstehende Trägheit der Massen. Wie die im Markt verordnete, systematische Verhinderung des Authentischen, des freien Ausgleichs und der unmittelbaren, funktionslosen Begegnung zwischen Menschen. Was auch moralische Erosion bedeutet. Die Abspaltung vom unmittelbaren Geschehen, um Produkthaft zu bleiben, weil sich scheinbar nur davon der eigene Wert ableiten lässt. Er antwortet darauf mit einer neuen Physik des Individualismus, einem vom Bürgertum ausgehenden, neuen Gesellschaftsdesign, als Disziplin für jeden Menschen.  Die NGO »Dropping Knowledge« lud Speed 2006, gemeinsam mit bedeutenden Intellektuellen und Künstlern wie Wim Wenders, Hans-Peter Dürr, Jonathan Meese, Masuma Bibi Russel oder Bianca Jagger, an den größten runden Tisch der Welt ein, um die 100 bedeutendsten Fragen der Menschheit zu beantworten. Eine Zeit arbeitete er für die Organisation des amerikanischen Präsidentenberaters Don Edward Beck. Als Speaker spricht er vor Top-Managern, hält Workshops, begleitet Prozesse, provoziert und regt zum Nachdenken an.

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 Was bedeutet wirtschafliche Sicherheit,  wenn Dir im Jahr 2014 ein frei lebender Wolf die Früchte Deiner Arbeit nehmen kann? Und wie großartig ist es gleichzeitig Ökonomie auf diese Weise erfahren zu dürfen? Gibt es dann noch etwas wie Verlust?  TIMOTHY SPEED - PROJEKT ALPACAS, ART & CAPITALISM >>

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