Die Dunkelheit hat seine Vorteile. Ohne Melancholie keine Tiefe! Ohne Verlust kein Bewusstsein über größere Zusammenhänge. Ohne Schmerz keine Umkehr.

Auch Innovationen können im ewigen Sonnenschein nicht wachsen. Es gibt einen oberflächlichen kreativen Prozess innerhalb der Alltagsparadigmen und es gibt den selbstzerstörenden beispielsweise künstlerischen Prozess, der etwas ganz anderes ist und aus dem unsere größten Errungenschaften hervorgehen. Aus diesen Verwerfungen, Brüchen und Konflikten im Leben und Denken von Wissenschaftlern, Kreativen oder Unternehmern.

Lange Zeit taten Manager so als benötige die Wirtschaft nur den Sonnenschein, nicht aber die Nacht. Den Frühling, nicht den Herbst.

Wirtschaftskrisen sind erzwungene Meganächte für Juppi-Jedis, ohne die wir die Gestaltungskraft nicht erneuern könnten.
Der stärkste Change-Kandidat, der in den nächsten 20 Jahren den Wirtschaftsvorsprung der Chinesen ausbremsen könnte, ist eine große Wirtschaftskrise in Europa und den USA. Alles auf 0, für die neue Aufbaukraft bereit.

Wer wachsen will, muss heute bereit sein sich einen Fuß abzuhacken, damit ein neuer nachwachsen kann. Nicht um Härt zu zeigen, sondern um Trauer und Loslassen zu ermöglichen. Den Konflikt mit sich selbst voll auszuleben.

Der Westen weint nicht! Das ist noch sein Problem.

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