Anwendungsbeispiel IFM: Kreative Intelligenz in Teams nutzen

IFM ist eine von Markus Maderner und mir entwickelte Methode, die dazu dient mehr Bewusstsein in die Lösung komplexer Fragen zu bringen. Diese wird sowohl in Unternehmen, wie auch in Labors erfolgreich angewendet. Das Buch zur Methode erhalten Sie hier.
Der folgende Artikel setzt ein gewisses Maß an Vorwissen über die Methode voraus!!!

Die Folge Maske zeigt den Grundaufbau dieser Methode:

Kreative Intelligenz ist kein Selbstzweck. Bisher gab es aber nur wenige Methoden, welche nicht nur die Implementierung von Kreativität in Systemen ermöglichten, sondern das System an sich als kreativen Organismus neu entdeckten. Inner Flow Management ist ein solcher Ansatz. Es wird nicht außerhalb des Systems gedacht, sondern durch das System hindurch. Unter Einbeziehung der Ressourcen vor Ort.

Wie funktioniert dies und warum ist dieser Ansatz so erfolgreich?
In den meisten Organisationen, Forschungsgruppen, Firmen wird nicht im ganzheitlichen Spektrum gedacht, sondern zu früh zu spezialisiert. Dies beginnt schon damit, dass es kaum einen Ausgleich zwischen Konzepten der linken und der rechten Hirnhälfte gibt. IFM gewichtet den kreativen Prozess gleichwertig mit der logischen Analyse einer Frage. Die gedankliche Distanz gleichrangig mit der erlebten und subjektiven Nähe des Individuums zu einem Thema.

Ein Beispiel: Ein Pädagoge denkt über die Gewalt in Schulen nach. Aus wissenschaftlicher sicht beginnt er vermutlich im Bereich zwischen Struktur und Analyse. Die Vision, der persönliche Bezug zum Thema aber auch die Frage der Implementierung bleibt schwammig. Die Gesellschaft, die Medien, die Schüler, die individuelle Schule vor Ort, die finanziellen Möglichkeiten, die Zusammenhänge zwischen Mensch, System und Umfeld werden nur eindimensional, nicht aber dreidimensional betrachtet. Das muss nicht so sein, ist aber die Regel bei der Suche nach Lösungen in komplexen Feldern. Der Pädagoge hätte so nur die Chance einzelne Ansätze heraus zu lösen. Diese können aber nur schwer implementiert werden. Es gibt kein Zusammenspiel, keine gedankliche Resonanz zwischen den Ebenen, keine kreative Nutzung der kollektiven Intelligenz anderer Personengruppen.
Mit IFM würde man zunächst die Vielfalt an beteiligten Menschen erhöhen, statt sie auf Experten zu reduzieren und schauen was jeder Bereich, jede Person benötigt, um optimal an einer Lösung arbeiten zu können. Dann werden Brücken gebaut. Experten bewusst aus ihrem Bereich heraus gezogen und mit neuen Perspektiven und Möglichkeiten verbunden.

So wächst Bewusstsein über die Identität im System, die Grundvoraussetzung für kreative Intelligenz. Diese kann nur soweit wachsen, wie das Umfeld dies ermöglicht. Darum ist es so wichtig eine neue Kultur des Wissensaustausches zu etablieren und verschiedene Menschen, Systeme, Haltungen, Philosophien in einem kreativen Prozess zu verbinden, der sowohl tief in die Vision reingeht, wie auch die Implementierung erreicht. Der Sinn von IFM liegt darin die wichtigsten Brücken in ganzheitlichen Kreativprozessen aufzubauen und bewusst mit bestehenden Denk- und Arbeitsgewohnheiten zu brechen und dies doch innerhalb des gewohnten Systems zu tun. Sowohl den Pragmatiker als auch den Visionär zu verbinden. Mehr hier >>