Dennoch wird hier eines klar. Der natürliche Zyklus von der Vision (Muskeln) des Einzelnen zur Implementierung von Veränderungen in der Gesellschaft lahmt, weil die Vision nicht mehr auf der Ebene der einzelnen Person belebt wird. Dies schwächt das politische System als Ganzes. Darum die Politikverdrossenheit. Die Entfremdung zwischen Führung und Basis, die wir häufig in der modernen Politik beobachten. Blanker Realpragmatismus hinter den Kulissen füllt meistens diese Lücke zwischen Ideologie und Realität in der Praxis aus. Dadurch gibt es eine Partei für das Volk und eine Partei der praktischen und systembedingten Basarlösungen in den Hinterzimmern. Das Parteiensystem lebt längst ein Doppelleben.
Die heilige Kuh ist die Achse der Identifikation. Sie ist systembedingt vorgegeben. Der Sozialdemokrat ist definiert. Somit bleiben die Lösungsansätze stereotyp und an der äußeren Oberfläche. Vom politischen Alltag vorbestimmt und nur noch nach Außen mit sozialdemokratischem Branding versehen. Der einzelne Mensch fühlt sich immer weniger in seiner modernen Lebenslage, in seinem sozialen Konflikt erkannt.

Ebenso wenig können Lösungsansätze durch einzelne Personen erneuert werden. Der Entwicklungszyklus, oben als Kreislauf dargestellt, ist blutleer und schwach. Der Einzelne bleibt ausgeblendet. Es fehlt die Impulsivität individueller Visionen. Dies ist nur ein sehr kleiner Einblick und nicht immer richtig. Aber wo liegen hier Chancen? Sehen wir uns die Analyse an und stellen wir einige wichtige Fragen, die sich hier im Zusammenspiel der einzelnen Ebenen und Felder stellen.
Dabei wird etwas sehr Entscheidendes klar. Die Sozialdemokratie kann sich nicht nur nicht ohne das Individuum (individuelle Ideen) weiterentwickeln, sondern benötigt auch die Integration der anderen Ideologien des ganzheitlichen Spektrums. Sonst blendet sie das moderne Individuum in seinen Lebenswirklichkeiten weiterhin aus. Was meine ich damit?
Will man das einzelne Individuum in seiner Verantwortung stärken und somit die soziale Idee von unten neu beleben, bedarf es liberaler Ideen. Ein Schritt, den in Deutschland Gerhard Schröder begann und der in der Wirtschaftskrise von Franz Müntefering wieder reduziert wurde. So steckt die Partei in einem Halbschritt fest. Zu sozialistisch oder zu liberal, aber nicht "Neu Sozialdemokratisch". Im Gegansatz zu anderen Parteien ist die SPD hier aber tatsächlich wesentlich fortschrittlicher. Denn auch die FDP kann sich demnach nur durch die Integration sozialdemokratischer Ideen entwickeln. Die Probleme dieser Zeit können weder nur auf der Ebene der Sozialstrukturen, noch auf jener der liberalen Eigenverantwortung des Einzelnen gelöst werden. Ohne, dass sich einzelne Ebenen und Achsen der IFM Maske blockieren.
Ich hab hier nur einen kleinen Prozentsatz der Veränderungschancen innerhalb politischer Parteien beschrieben. Mehr zur Methode IFM hier.
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