Die Folge dieser Entwicklung ist erschreckend. Wir haben verlernt freie, also nicht spezialisierte Intelligenz zu integrieren. Dies gilt genauso für die neuen Ideen und Weltbilder von Kindern und Jugendlichen, wie auch für die Vorschläge unserer größten interdisziplinären Genies. Die kreative Lösungsintelligenz der Gesellschaft ist darum heute extrem gering, während die Problemfragen immer größer und komplexer werden.
Wie aber können wir etwas hier verändern?
Das Problem liegt in der technologisierten Übertragung von Wissen. Dadurch wird sie genormt. Das Internet hat nicht nur unsere Umgangsformen verändert, sondern auch unsere Sprache und die Art wie wir Wissen weitergeben. Nicht nur, dass die Quellen zunehmend anonymer, der Mensch dahinter eben doch nicht in seiner Ganzheitlichkeit greifbar ist, sondern auch das Wissen selbst ist auf kurze Blöcke und Überschriften reduziert. Längere Austauschprozesse und Vertiefungen sind kaum möglich. Die Qualität der Wissensübertragung ist extrem schlecht im Vergleich zur persönlichen Lehrer-Schüler Beziehung und noch schlechter im Vergleich zum engen Zusammenwirken von kreativen Teams. Die meisten großen Errungenschaften der Menschheit entstanden in kleinen Gruppen, die sich über längeren Zeitraum entweder in pariser Cafés, schweizer Hütten am See oder in der Mensa trafen. Nicht aber in Internetforen.
Die Kultur des kreativen Miteinanders ist uns weitgehend verloren gegangen. Auch in den Büros wird die Stimmulation nebenbei im Internet gesucht, nicht aber im direkten Umfeld. Dadurch zefällt unsere kollektive Intelligenz. Wenn ich jemandem etwas vermittle, sehe ich in seinem Blick, seiner Körpersprache, seinem Verhalten und zuletzt in seinen Worten, sogar in der Tonlage seiner Stimme wie Wissen adaptiert, übersetzt, verändert werden muss, um zu wachsen und neue Verknüpfungen zu erfahren. Wissen ist etwas lebendiges, ganzheitliches. Intelligenz ist ein lebendiger Prozess. Kein addieren von Fakten oder Webseiten. Besonders jene Form der Intelligenz die wir benötigen um interdisziplinäre Problemfragen zu beantworten oder neue Innovationsfelder in komplexen Welten zu erarbeiten.
Selbst wenn der technologische Fortschritt weitere Submodalitäten ergänzt, wie dreidimensionales Internet, intelligente Avatare und Ähnliches, bleibt die Lücke weitgehend bestehen, zwischen dem was publiziert und dem was verstanden oder aufgenommen wird. Nur ein Mensch kann sich in den anderen hineinversetzen. Ein Computer kann dies nicht. Der Mensch benötigt dazu aber hunderte von Einzelinformationen, welche von Technologie kaum übertragen werden.
Mit der Methode IFM versuchen wir dem etwas entgegen zu setzen. Bewusst die kreative Intelligenz in Gruppen, Gesellschaften und Unternehmen zu fördern. >>