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UNKONVENTIONELL LEBEN UND ARBEITEN
Der Werdegang

Timothy Speed wurde 1973 in Middlesbrough /England geboren.
Speed ist kein Künstlername. Er ist irisch, britisch, österreichischer Abstammung. Vater Chef einer britischen Ölbohrinsel. Mutter Tirolerin.

Als Künstler erforscht er die Beziehung zwischen dem einzigartigen Individuum, dem sein wahres Selbst suchenden Menschen und dessen Rolle in der Veränderung und Entwicklung von Systemen, Gesellschaften und Unternehmen. Seine Arbeit zeigt den Wert des individuellen Weges des Menschen für das größere System, in dem er lebt und arbeitet. Dabei dokumentiert er das ständige Erleben zwischen Anpassung und Freiheit. Diese Suche nennt Speed den "systemkreativen Ansatz". Die Fähigkeit des Menschen seine Welt umzudeuten und zu verändern, durch die Reise ins eigene Innere. Speed deutet dies als die Grundlage einer natürlichen Ordnung, auf der sich freiere und dynamischere Systeme begründen lassen.

Er verbrachte seine frühe Kindheit in England, dann später in Thiersee. Einem kleinen Tiroler Bergdorf.
Seine erste Begegnung mit der großen Welt war ein zufälliges Zusammentreffen mit der britischen Premierministerin Margaret Thatcher. Speed war von ihrer kalten Ausstrahlung erschrocken und zugleich von ihrer Inszenierung der Macht fasziniert, wie er später über diese Begegnung schrieb.

Seine Karriere begann mit einer künstlerischen Ausbildung im Film- und Medienbereich, bei dem bekannten Medienkünstler Richard Kriesche (erstes Kunstwerk im Weltall), an der Ortweinschule in Graz/Österreich.

Speeds erste öffentliche Aktion fand 1990, mit 17 Jahren, vor dem Forum Stadtpark in Graz statt. Dem elitären Zentrum der österreichischen Literatur. Weil er drinnen nicht aus seinen Texten lesen durfte, las er drei Tage lang draußen vor dem Gebäude.

Der österreichischen Dramatiker Wolfgang Bauer (Magic Afternoon) rief später Speeds Mutter an und bat sie den Jungen weiterhin künstlerisch zu fördern. Bauer war sein erster Kontakt mit der Kunstwelt und ein wichtiges Vorbild. Der Dichter H.C. Artmann bemerkte bereits damals "eine Magie" in Speeds Arbeiten, während einer Begegnung der beiden Künstler in Salzburg.
Speed übernachtete in dieser Zeit oft in der Bibliothek des damals führenden Symbolforschers Hans Biedermann. Umgeben von den Büchern mit den Symbolen aus aller Welt, woran er sich später noch gerne erinnert.

Dann zog Speed nach Wien.

Eine Zeit lang arbeitete er dort als Krankenhausfotograf, fotografierte Obduktionen und Operationen. Darunter auch die Operation an der Olivia Pilhar, welche 1995 durch die Weltpresse ging und die Speed mit der Kamera im O.P. begleitete. In dieser Zeit studierte er die Probleme zwischen System, Mensch und Gesundheit. Er beendete dieses Projekt, als er durch die Kamera in die Augen eines toten Mädchens blicken musste und seine Hand zu zittern begann.

Ein starker Einfluss in dieser Zeit war der Wiener Psychotherapeut Gerald Kreutzbruck, ein Schüler von Stanislav Grof, dem Begründer der transpersonalen Psychologie in Amerika. Kreutzbruck führte Speed in die Welt der psychologischen Erforschung des Unterbewussten ein.

Die nächste Station wurde Berlin, wo er seit 1997 lebt.

Mitte bis Ende der 90er Jahre entwickelte er sich zu einem viel beschäftigten Kreativen in der Medienbranche. Er war Sprecher auf großen Kreativ-Kongressen wie der "Typo" oder bei Universitäten wie der UDK Berlin.
1997 gründete er die Underground-Trickfilmproduktion "cinemawork".
Die erste professionelle Flashcomicproduktion in Deutschland,
die für Fernsehen und Internet produzierte.

2001 erschien sein erstes Buch "verdammt sexy - die Mediengestalter in der Krise" mit dem er mit den üblichen Standards der Medienbranche brach und wichtige Fragen stellte. Er beschrieb die Entfremdung und den Verlust von Qualitäts- und Realitätsbewusstsein in der Wirtschaft, durch übermäßigen Konventionalismus und Mainstreamdenken. Speed ging in dieser Zeit durch eine Krise bezüglich der Oberflächlichkeit der Medienwelt. Damals begann seine Suche nach tieferen Grundlagen der Kreativität des Menschen.

In dem Buch stellt er dem amerikanischen Medienwissenschaftler Neil Postmann eine Frage:

"Herr Postmann, stellen Sie sich einen wirren Traum vor. Wenn ein einzelner Mediengestalter oder Medienkünstler schließlich die Welt als gigantisches Medienprojekt wiedererschaffen würde. Und Sie wären die einzige Person der es möglich wäre diesen Gestalter zu treffen. Und Sie hätten nur eine Frage. Was würden Sie ihn fragen?"

Postmann: "Mit welchem Recht und mit welchem Privileg beanspruchen Sie das Recht die Welt zu gestalten?"



Speed zog wenig später mit seinen Kindern und seiner damaligen Frau ins Berliner Umland, ins ehemalige Gästehaus des Oberkommandierenden der russischen Armee in der DDR. In Wünsdorf. Einem Zentrum des kalten Krieges, wo sich auch der Kommunikationsbunker Adolf Hitlers befand. Vor dem Hintergrund der dort zerfallenden Überreste einer vergangenen Diktatur, erforschte er drei Jahre tiefergehend Fragen zwischen Mensch, Natur, Kosmos, Gesellschaft und Entwicklung. Suchte nach einem positiven Verhältnis zwischen Mensch und System. Untersuchte die Zusammenhänge zwischen Unterdrückung, Freiheit und Individualismus.

In seinem zweiten Buch "Gesellschaft ohne Vertrauen", welches dort entstand, befasste er sich mit der Schwierigkeit von Systemen die kraftvollen und einzigartigen Lösungsressourcen des Individuums zu integrieren. Entwickelte neue Theorien (Fixpunkte Theorie), die Unternehmen und Gesellschaften dabei helfen sollten sich dynamischer zu entwickeln und Krisen leichter zu überwinden. Durch die bewusste Nutzung der besonderen Fähigkeiten des Menschen, Neues zu schaffen. Die darin beschriebene "Fixpunkte-Theorie" wurde später zur Grundlage seines "Moderationsstaates" als alternatives Staatsmodell. Eine Regierungsform ohne direkte Macht, die nur noch durch Vorbildwirkung die Projekte des Volkes moderiert.

Aus einer Amazon Rezension: "Timothy Speed zeigt in seinem Buch im Wesentlichen die Chancen der jetztigen Krise von Wirtschaft und Gesellschaft auf. Er vermittelt ebenso fundiertes wie origenelles Grundwissen über Formbildungsprozesse des Lebendigen, seien es Pflanzen, Menschen oder Gesellschaften. Das ganze Buch ist ein Aufruf zur Hinwendung zu einer natürlichen Ordnung, die sich in allem Leben findet, ein Plädoyer für Authentizität und Wahrhaftigkeit. Dabei entwirft Speed Zukunftsmodelle für eine Gesellschafft, die durch die Befreiung der Schöpferkraft in jedem Einzelnen über sich hinaus wächst und Freude am Wandel erlebt..."

Später begegnete Speed dem amerikanischen Politikberater Don Beck, der die Evolutionstheorie "Spiral Dyanamics Integral" aus der Theorie von Clare Graves entwickelt hatte und international Staatschefs beriet. Beck hatte die Arbeit von Clare Graves weitergeführt, der die Evolution der menschlichen Werte erforschte und somit in seiner Theorie eine Art Evolution des kulturellen Innenlebens der Menschheit beschrieb. Speed gehörte eine Zeit lang Becks deutschem SDI Team um Dorothea Zimmer an. Eine Begegnung die Speed stark beeinflusste.

2006 saß Speed zusammen mit 114 interessantesten Querdenkern und Aktivisten am größten runden Tisch der Welt. Organisiert und konzipiert vom NGO "Dropping Knowledge". Moderiert vom amerkanischen Schauspieler Willem Dafoe. Am Bebelplatz in Berlin. Dem Ort der Bücherverbrennung durch die Nazis. Weitere Teilnehmer waren der Regisseur Wim Wenders, Bianca Jagger, der Künstler Jonathan Meese oder der Nobelpreisträger Hans-Peter Dürr.






In der Zeit danach begann Speed neue Projekte und arbeitete einige Zeit als Coach, hatte zwei Jahre eine Praxis für Psychotherapie (nach HPG), um die innere Dynamik des Menschen weiter zu erforschen. Es dauerte nicht lange, bis er auch in diesem Feld neue Konzepte entwarf und umsetzte.

2007 kam er mit dem Managerberater Markus Maderner zusammen und sie entwickelten die Methode "Inner Flow Management". Dazu schrieb er sein drittes Buch, in dem dieses kybernetische und systemische Tool beschrieben wird. Es stellt für Speed die praktische Anwendung seiner Arbeit aus "Gesellschaft ohne Vertrauen" dar.
Diese Methode hilft Manager, Social Entrepreneurs und Problemlöser dabei die komplexesten Themen dieser Zeit integral und ganzheitlich zu bewältigen und Systeme generell kreativer und lebendiger aufzubauen. Also Situationen zu lösen, ohne die Vielfalt des Lebendigen und die Ressourcen im Vorfeld zu reduzieren.
Die Methode beruht auf der Fixpunkte Theorie sowie einigen anderen Ansätzen, wie beispielsweise Spiral Dynamics Integral von Don Beck. Das folgende Bild zeigt eine Maske, die Teil der Methode ist und verwendet wird um verschiedene Perspektiven in den Arbeitsprozess in Beziehung zu einander zu setzen, so neue Erkenntnisse zu gewinnen. IFM ist sehr komplex und wird im Buch umfangreich dargestellt.




2008 begleitete er künstlerisch den Konflikt zwischen einer Adelsfamilie und einem Dorf in der Südsteiermark.

Im selben Jahr entwickelte er ein Grundkonzept für ein Innovationszentrum auf dem höchsten Berg von Sardinien.


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